RC Buer / Westerholt 1982 e.V.

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 Betreff:CTF Adler Bottrop.. 13.09.2011 17:14 Uhr 
Christoph Sauberzweig
Trimmi
Mitglied seit: 12.01.2010 18:56 Uhr
Beiträge: 29
Ort: Gelsenkirchen
Hier noch nachträglich mein Bericht von der 8. Glück Auf CTF von Adler Bottrop vom vorletzten Wochenende:
Der Regen in der Nacht und auch der Wetterbericht für Sonntag ließen nichts Gutes erwarten. Trotzdem hatte ich mir vorgenommen, den Marathon über 95 Km zu fahren.
Nachdem ich noch ein paar Flyer für unsere CTF ausgelegt hatte, ging es los. Die Marathonisti durften gleich zu Beginn einmal über die Halde Haniel fahren. Durch den nächtlichen Regen waren die Wege schon schön eingeweicht und teilweise recht tief und rutschig; aber kein Vergleich zur zweiten Überfahrt gegen Ende. Die Pfade und Singletrails waren teilweise recht zugewachsen, es wurde nur sehr sparsam der Weg freigeschnitten, so dass man doch einige Male Feindkontakt mit Ästen und Dornen hatte. :( Oben war dann auch die erste Kontrolle.
Danach ging es weiter zur Halde Beckstraße mit dem Tetraeder und zur nebenan liegenden Halde mit der Skihalle. Besonders bei letzterer gab es einige knackige Anstiege. Nicht so gelungen fand ich hier die Streckenführung, wurde einmal doch die asphaltierte Betriebsauffahrt ein Stück bergauf gefahren und dann gekreuzt, wobei einem die Fahrer, die schon oben waren, in rasantem Tempo entgegen kamen. Wenig später kam die zweite Kontrolle am wunderschönen Mallakow Turm von Prosper Haniel II.
Anschließend ging es am Rhein-Herne-Kanal nach Osten Richtung Schurenbachhalde. Bis jetzt war das Wetter ganz in Ordnung, doch als ich am Kanal entlang fuhr, sah ich, wie sich hinter mir der Himmel verfinsterte. Mir schwante Böses. Die beiden Halden schaffte ich noch im Trockenen, wobei mir die Wege von der Ausarbeitung unserer CTF vertraut waren, als ich den Kanal dann wieder in nördlicher Richtung überquert hatte, ging es aber los und ein Gewitter mit viel Regen entlud sich. Kurz bevor der Starkregen einsetzte, erreichte ich in der Nähe des Nordsternparks eine solide Bahnunterführung und entschied mich, mich hier unterzustellen. Mit dem Fahrrad durchs Gewitter war mir nicht geheuer. Ab und zu kamen ein paar andere Fahrer, völlig durchnässt, an mir vorbei. Aber nicht viele, der Rest hatte wohl abgebrochen und war auf direkten Weg zum Ziel zurückgefahren. Nach einer ¾ Stunde Pause in meiner „Behausung“ entschied ich mich, weiter zu fahren. Zwar stand die Strecke teilweise unter Wasser, so dass ich von unten ein wenig nass wurde, aber wenigstens kam kaum noch etwas von oben; zumindest vorerst.
Jetzt führte die Strecke zur Gladbecker Haldenlandschaft, wo u.a. die Halde Mottbruch und die Moltke Halde erklommen werden mussten. Durch den neuerlichen Regen waren die Wege auf den Halden, besonders die Wiesenabfahrten sehr schlammig und rutschig, so dass es mich einmal fast hingelegt hätte. Hier befand sich auch die dritte Kontrolle, wo es für die Marathonfahrer als Warmverpflegung eine heiße Brühe gab. Pünktlich ging der nächste starke Schauer nieder, was alle veranlasste, sich dicht gedrängt unter dem einzigen Zelt der Kontrollstelle zu versammeln. Der Weg rauf auf die Halde hatte sich in einen kleinen Bach verwandelt, der einem munter entgegenplätscherte.
Weiter ging die Fahrt über Felder und durch Wälder zurück zur Halde Haniel. Zwischendurch kam beim Hotel Van der Falk noch die vierte Kontrolle. Hier hatten sich die Helfer unter eine Straßenunterführung geflüchtet, so dass ich schon dachte, die Kontrolle wäre schon abgebaut, weil sie sich nicht an gewohnter Stelle befand. Zum Schluss mussten die beiden großen Runden nochmal über die Halde Haniel fahren. Hier hatte der Regen die Streckenbedingungen noch einmal drastisch verschärft. Die Singletrails waren noch morastiger als zu Beginn, zeitweise standen sie über 10 Meter weit unter Wasser; wo morgens noch ein Weg war, befand sich jetzt ein kleiner See. o.O Bis jetzt waren meine Schuhe noch einigermaßen trocken, aber bei den Pfützen wusste man bei dem trüben Wasser nie, wie tief sie waren und ob man nicht mal unfreiwillig würde absteigen müssen. Glücklicherweise war das Wasser aber immer so flach, dass man gerade noch treten konnte, ohne dass die Pedale unter Wasser tauchten. Den ersten Teil der Strecke auf der Halde bin ich auch noch den Markierungen gefolgt. Aber als ich oben zur vermeintlich letzten Kontrolle kam, war dort niemand mehr. Wie ich im Ziel gehört habe, haben die beiden Helfer irgendwann durchnässt das Weite gesucht. Ihre Ausrüstung war auch wirklich ungenügend, sie hatten kein Zelt dabei, sondern nur ihr Auto. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, es war schon kurz nach 16 Uhr, entschloss ich mich, auf direktem Weg zum Ziel zu fahren und habe die letzten Trails ausgelassen.
Dort angekommen, war nicht mehr viel los. Allerdings stand am Waschplatz noch eine Schlange vor mir, die darauf wartete, ihr Rad und auch sich selbst abzuspritzen. Der Schlamm von den Halden war aber so hartnäckig, dass er nicht einmal unter der Dusche mit Duschgel richtig abging und mein Handtuch nachher etwas gräulich aussah.
Fazit: Zum ersten Mal bin ich so eine lange CTF gefahren. Die Strecke war schön, man hatte tolle Aussichten über das Ruhrgebiet. Für das Wetter kann niemand etwas. Die Strecken auf den Halden waren durch den Regen noch anstrengender als sonst, aber zwischen den Halden gab es genug Möglichkeiten, sich zu erholen. Nicht so schön waren die teilweise mit Brennnesseln und Dornenbüschen zugewachsenen Trails. Hier könnte etwas mehr Streckenpflege betrieben werden. Zumindest die Brombeer- und andere Dornenbüsche könnte man wegschneiden. Auch die Streckenführung auf der Skihallenhalde mit dem Gegenverkehr halte ich für nicht so gelungen und gefährlich. Außerdem schien an den Kontrollen niemand so genau zu wissen, wer der letzte Fahrer ist und wann man die Kontrolle abbauen kann.
Alles in allem bekommt die Tour: :star: :star: :star: (:star:)

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Der immer mit dem Mountainbike fährt! :)
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